Fotos von uns und unseren Tieren                                                 Seite 21

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Exkursionsbericht von Oliver

 

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Auf der Suche nach Mantis religiosa am Kaiserstuhl:

 

Am 05.09.2010 bin ich mit einem befreundeten Mantodeenzüchter und seiner Familie  Richtung Kaiserstuhl aufgebrochen, mit dem Ziel unsere einheimische Gottesanbeterin Mantis religiosa in ihrem natürlichen Habitat zu beobachten und zu fotografieren.

Wir begaben uns zur Mittagszeit in die Weinberge bei Leiselheim, als die Sonne den steilen Südhängen nach einem verhangenen Morgen genügend Wärme spendete. So erwarteten wir einige Exemplare beim Sonnenbad entdecken zu können.

 

Auf dem Weg hinauf begegneten uns die ersten  Wespenspinnen (Argiope bruennichi) in regelmäßigen Abständen mit ihren kurz über dem Boden errichteten Netzen, stets sehr gut genährte Exemplare, was bei der hörbar dichten Besiedelung des Geländes mit verschiedenen Grashüpfern nicht verwunderte. Diese dürften die Hauptnahrungsquelle für die meisten Predatoren in diesem Habitat darstellen. Auf den Blättern der Sträucher am Wegrand landeten immer wieder Scorpionsfliegen (Panorpa communis), welche eine recht bizarre Erscheinung sind.

 

Wenige Minuten später begaben wir uns in eine für Mantis religiosa passend erscheinende Vegetation eines steilen Südhangs, welcher alles andere als einfach zu begehen war, sicherer Halt wollte bei jedem Schritt erst gefunden werden. In wenigen Metern Abstand zueinander durchsuchten wir mit geschärftem Blick die Pflanzen, es dauerte auch nicht lange und meine Begleitung rief: "Hier ist ein Männchen!" Die erste Mantis religiosa war gefunden und ich kletterte hinüber um die ersten Fotos zu machen. Dabei entdeckte ich dann selbst, keine 20 cm vom Männchen entfernt, ein gut genährtes Weibchen im Gras sitzend . Das Männchen hatte uns natürlich schon bemerkt, flüchtete am Weibchen vorbei krabbelnd den Hang hinauf und flog schließlich ein paar Meter weiter auf eine höher gewachsene Pflanze oben am Hang.

 

Wir entdeckten bei genauem Hinsehen weitere Exemplare auf  den umliegenden Quadratmetern, es befanden sich etwa acht verschiedene Individuen auf einem kleinen Areal des Südhangs, während wir ein Stück weiter links und rechts davon keine einzige Gottesanbeterin finden konnten, obwohl die Vegetation und Sonneneinstrahlung identisch war. Die Wespenspinnen hingegen waren  überall am Hang zu sehen, ebenso einige Smaragdeidechsen (Lacerta viridis), deren leuchtende Farben im dichten Gestrüpp am Boden immer wieder umher huschten, jedoch meist nicht lange still sitzen blieben.

 

Wir wanderten weiter vorbei an den Weinreben und suchten einen anderen Hang auf, welcher wieder eine Vegetation, wie die des ersten Fundorts aufwies. Diesmal entdeckte ich selbst als Erster von uns ein adultes Weibchen von Mantis religiosa, keinen halben Meter weiter links ein zweites Weibchen hinter einem Wespenspinnen-Netz, welches ich erst bemerkte, als ich mit meiner Kamera schon fast darin festhing . Ich knipste beide Räuber zusammen und schon hörte ich die Meldung vom Fund eines M. religiosa Männchens, welches aufgescheucht worden war und plötzlich aus dem Gras flatterte. Wieder fanden wir auf einem kleinen Areal mehrere Exemplare beider Geschlechter. Weiterhin gab es auch das Überangebot an passender Beute wie Heuschrecken, Sichelschrecken und das ein oder andere Grüne Heupferd, neben diversen Schmetterlingen und Faltern, sowie eine wunderbare Aussicht zu bewundern.

 

Oliver Jacobs, Mantidenfreunde Niederrhein.

 

 

 

 

 

 

 

 

Zu Mantis religiosa siehe auch:

www.mantiden-niederrhein.de/Ibold 2009 Mantis religiosa die europäische Gottesanbeterin.pdf